Reisebericht Sommer 2019

Gleitschirmfliegen im Drautal, Kärnten Vom 16. - 30. Juni

 

 

Der Sommer naht, bereits sind ein paar hitzige Tage hinter uns, die Reiselust hat eingesetzt. 

Wie die letzten paar Jahre, fahren wir mit der gleichen Besetzung nach Österreich zum Gleitschirmfliegen, Wandern, Velofahren, in der Gartenwirtschaft hocken oder im Camp eigenen Badesee plantschen. Das Fliegercamp liegt zwischen Lienz und Spittal im Drautal, Kärnten. Gestartet wird auf der Elmberger Alm. Der obere Startplatz liegt auf ca. 1900 m. Der Car hinauf zur Alm ist meistens gerammelt voll von Piloten. Auf dem Anhäger türmen sich die Gleitschirmsäcke und die Deltas.  Bei guter Laune fährt der Chauffeur sogar noch eine zusätzliche Schleife, nach dem offiziellen Startplatz den Berg hoch, bis zur letzten Wendemöglichkeit.  Ab hier sind es dann nur noch ca. 20 Minuten zu Fuss den Berg hoch bis zum oberen Startplatz.  Mit etwas Glück erwischt man einen kleineren Bus, der fährt sogar für zusätzliche 2 Euros ganz hoch.

 

http://www.fliegercamp.at/

http://www.fliegercamp.at/?m=1&sub_id=4420 

 

 

 

 

Abfahrt nach Greifenburg am Sonntag, 16. Juni

 

Am Samstag nahmen wir noch am Kantonalen Musiktag in Thun teil und feierten unseren Erfolg bis Mitternacht.

Nach ein paar Stunden Schlaf machten wir uns am Sonntagmorgen um 10.15 Uhr auf den Weg nach Kärnten ins Drautal zum Gleitschirmfliegen.

Die durchgewachten 20 Stunden vom Samstag drückten schwer aufs Gemüt und so erreichten wir die 620 km entfernte Destination, nach einigen Zwangspausen, erst um 19.15 Uhr.

 

Zu unserem Erstaunen war der Campingplatz voll besetzt. Gut hatten wir die Plätze reserviert. 

Mit dem Wetter hatten wir dieses Jahr Glück. Die meisten Tage waren fliegbar. Doch auch hier bekamen wir die Hitzewelle zu spüren. Die zeitweiligen 38°C im Schatten verlockten kaum zu grossen Sprüngen.

 

 

Startplatz auf der Elmberger Alm, Sir Friedli im Landeanflug, Badesee und Landeplatz im Camp. v.o. 

 

 

 

Bereits seit einer Woche installiert waren unsere Fliegerkollegen, sie sind eine Woche früher angereist.

Die anschliessenden 2 Wochen verliefen wie jedes Jahr. Das Wetter war prächtig und die meiste Zeit hatten wir Flugwetter. Die Hitzewelle, welche zur Zeit über diesen Teil Europas herrschte, trieb uns ab und zu in den Camp eigenen Badesee zum Abkühlen.

 

Am Samstag, 29. Juni trennten sich unsere Wege. Die arbeitende Bevölkerung, in Gestalt unserer Kollegen, machte sich auf den Heimweg, um am Montag wieder fit für die Arbeit zu sein (AHV-Kasse eufnen, damit wir weiterhin herumreisen können).

Anita und ich beschlossen, ein Fluggebiet in Slovenien auszukundschaften, auf das ich im Internet gestossen bin. Nova Gorica, an der Grenze zu Italien. Als Zwischenziel wollten wir noch Bled am See besuchen.

Wir wählten die Strecke Greifenburg-Hermagor-Arnoldstein-Wurzenpass-Kranjska Gora-Jesenice-Bled.

Bled, ein Ort in einer sehr schönen Umgebung. Der See wirkte fast unnatürlich in seiner türkis-blauen Farbe. Alles wirkte malerisch harmonisch. Der Blick über den See mit der Burg auf dem Felsen und der Kirche, die hinter den schönen, blumengeschmückten Häusern hinausragte.

Wir irrten mehrmals durch die Stadt, auf der Suche nach einer Parkmöglichkeit. Vergebens. Auch der etwas ausserhalb gelegene Campingplatz war völlig ausgebucht. Es war Samstag, Bled-Festival dazu und brütend heiss. An den Stränden herrschte Hochbetrieb. Wer konnte, verschaffte sich ein Plätzchen am Wasser. Die Touristen und Festbesucher wurden massenhaft mit Autobussen angekarrt.

Die denkbar unglücklichste Konstellation für eine Stadtbesichtigung! Trotzdem hielten wir an um ein paar Bilder zu schiessen.

Nach einigen Fahrten hin und her an der Strandpromenade zogen wir weiter Richtung Slovenien.

 

 

 Bled-See in Slovenien

 

 

 

Die vorgesehene Strecke wäre wie folgt vorgesehen gewesen Bled-Bohinjaka Bistrica-Kanal-Nova Gorica.

Im Navi haben wir angegeben: “Autobahnen vermeiden“, was wieder in einem Abenteuer ausartete!

Die Kurbelei durch die slovenischen Berge war ausgesprochen anspruchsvoll! Die schmalen Strassen führten an steilen Hängen mit z.T. überhängenden Felsen und engen Kurven von Dorf zu Dorf. Kam mal ein Auto entgegen, was äusserst selten war, musste “gezirkelt“ oder zurückgesetzt werden. Eine für uns ungewohnte Gegend. Riesige Wälder und unbewohnte Täler soweit das Auge reicht. Die weit verstreuten Orte vermittelten ein Bild der Ruhe, wie wir sie in unserem dicht besiedelten Schweizerländle kaum noch kennen.

 

Zum Glück wusste unser Navi immer genau wo wir uns befinden und lotste uns unbeirrt durch das Gewirr der kleinen Nebenstrassen. Bis zu dem Zeitpunkt, wo eine Abschrankung mit einem Fahrverbot unsere Weiterfahrt blockierte. Ein mit einer Warnweste bekleideter Mann deutete mit einer Handbewegung einen Halbkreis an, was wir als eine Umfahrung interpretierten, die wir zu nehmen hätten. Also zurück und einen anderen Weg suchen. Super! Wo wir uns nicht auskennen in diesem Wirrwar von kargen, wenig bewohnten Tälern. Zudem schrie die Dame im Kästchen unablässig: “Bitte wenden Sie!“

 

Trotzdem fuhren wir die 8 km zurück zu der passierten Abzweigung und enterten die Strasse, die der Mann oben mit seiner Hand-bewegung andeutete. Tip top, die Dame im Navi war auch glücklich und und frohlockte: “ Folgen Sie der Strasse für...km“!

 

Ohä!...jetzt flitzten uns plötzlich so kleine, übermotorisierte, laute und buntbemalte Autos entgegen, mit Helmen bewaffneten Fahrern. Ganz offensichtlich wärmten sie sich für ein bevorstehendes Rennen auf. Nun wurden wir von hinten und von vorne von ihnen attackiert, mit Fahrmanövern, die die ganze Strassenbreite beanspruchten.

 

Plötzlich stand da wieder einer auf Strasse und winkte uns zurück!

Jetzt haben wir begriffen, das ist das andere Ende, oder der Start zur Rennstrecke. Also wieder zurück auf Platz 1!

Nun war guter Rat teuer. Links und rechts dicht bewaldete Berghänge ohne Ausweichmöglichkeiten. Wir beschlossen, aus dem Tal hinaus zu fahren. Da müsste es doch eine Möglichkeit geben, doch noch irgendwie Richtung Süden zu gelangen. Plötzlich meldete die Dame im Navi: “Biegen Sie rechts ab“. Tatsächlich eine kleine Strasse. Wir kurvten die Bergkante hoch und auf der anderen Seite wieder hinunter. Nun waren wir wieder bei den Leuten und im Nu in Nova Gorica.

 

Das “Camp Lyjak“ war schnell gefunden. 6.5 km ausserhalb der Stadt in der Pampa. Schön gelegen mit Schatten spendenden Weiden. Leider war nichts los auf dem Platz. Die letzte Fliegertruppe aus Deutschland sei gestern abgereist, meinte die Dame an der Reception.

 

Camping Lyjak:  https://parklijak.com/

 

Der Hausberg ist nicht wirklich hoch, doch sollen ausgedehnte Flüge in die höheren Alpen möglich sein, wie mir ein Fliegerkollege aus der Schweiz berichtete, den wir später am Startplatz auf dem Niederberger Stierenberg im Jura trafen.

 

Als einziger Pilot auf dem Platz hatte ich wenig Lust, hier noch länger zu verweilen.

 

 

Camp Lyjak mit Hausberg

 

 

Wir beschlossen, im Camp eigenen Restaurant noch zu dinieren und am nächsten Morgen weiterzufahren. Leider entsprach das Menu nicht unseren Erwartungen! Uns wurden “Hie-ähnenteller“serviert.

 

(Der Ausdruck ist vom Berndeutschen abgeleitet. "Hie" bedeutet "hier" und "hie Ähnen" heisst "hier drüben". Es befand sich also hier am Tellerrand etwas und "hie ähnen", am anderen Rand noch etwas) .

 

Zeit zu flüchten!

 

 

Auf vielseitigen Wunsch der Beifahrerin vorne rechts, machten wir uns auf den Weg nach Deutschland. Man möchte die Rhein/Mosel-Gegend kennen lernen.

Also zurück nach Österreich.

Über Tolmezzo – Lienz und über den Grossglockner, erreichten wir Zell am See.

 

 

Kurbeln am Grossglockner      (36 Kehren weist die Grossglockner-Hochalpenstrasse auf und ist 48 km lang)

 

 

 

Zell am See

Das Wetter war prächtig und heiss, (38 Grad) und die Gegend gefiel uns sehr. Hier wollten wir ein wenig Zeit verbringen. Auf dem "Panorama Camping" liessen wir uns nieder.

 

 

 

 

 

 

 

  GPS: N 47°18'03.71''   E 12°48'58.39''

 

 

 

Anderntags erreichten wir mit dem Radel das 4 km entfernte Städtchen Zell am See. Mit der Seilbahn liessen wir uns auf die Schmittenhöhe, dem Hausberg der Zeller, fahren. In der Höhe waren die Temperaturen angenehmer als im Tal. Hätte man oben die Bergbeizen am Wegesrand links liegen gelassen, hätte man auf dem interessanten Lehrpfad dem Grat entlang, die Sonnkogelbahnstation ins Tal hinunter, in einem 1-stündigen Spaziergang erreicht.

 

Trotzdem kamen wir noch rechtzeitig unten an. Am Himmel braute sich nämlich ein Gewitter zusammen. Donnergrollen liess uns kräftig in die Pedale treten und gerade noch reichte es ins Camp, bevor es los ging.

 

 

 

Wandern auf der Schmittenhöhe ob Zell an See

 

 

 

Nun hatten wir es hier gesehen. Am Dienstag, 2. Juli, zogen wir weiter Richtung Rüdesheim am Rhein.

Die Nacht verbrachten wir unterwegs auf dem kostenlosen Stellplatz (Parkplatz des Naturmuseums in Holzmaden).

   

 

Kostenloser Stellplatz beim Naturhistorischen Museum Holzmaden      GPS: N 48°38'07.00''   E 9°31'39.50''

 

 

 

Von Rüdesheim bis Koblenz, wo die Mosel in den Rhein mündet.

Am Mittwochnachmittag erreichten wir Rüdesheim am Rhein und liessen uns auf dem “Campingplatz Rüdesheim“ nieder. Die Ortsmitte erreichten wir mit dem Radel in wenigen Minuten.

 

Am Rheinufer ankerten gegen Abend viele der langen, mondänen Auflugsschiffe.

Der Ort wimmelte von Touristen aus allen Herren Ländern. Nicht unbedingt unser Ding, fanden wir beim Abendspaziergang durch die Gassen. Ein Aufsteller war die Blaskapelle, die im Pfarrgarten Böhmisch-Mährisches zum Besten gab.

 

 

Die Loreley

Weiter dem Rhein abwärts folgten wir anderntags und blieben in St. Goar an der Loreley hängen.

Ein überaus interessanter Ort, in Sichtweite des bekannten Felsens “Loreley“ am Rheinknie gelegen.

Bekannt wurde dieser Felsen durch die Mär, die eine nackte Schönheit beschreibt, welche auf dem Felsen sitzend, ihr goldenes Haar kämmte und die vorüberfahrenden Seeleute derart ablenkte, dass sie einen Felsen rammten und ertranken.

 

Die nackte Schönheit fanden wir schlussendlich am Eingang zum kleinen Hafenbecken, wo die Privatschifferei ankert. In Form einer steinernen Statue, erschaffen von der russischen Künstlerin Natascha Alexandrova.

 

 

 

 

 

 

 

Eine super Bleibe fanden wir direkt am Rheinufer auf dem Campinplatz Loreley, gleich gegenüber dem gleichnamigen Felsen.

Ein sehr interessanter Platz.

Hier gefiel es uns!

 

Vom Liegestuhl aus konnten bequem die vielen vorüberziehenden Schiffe beobachtet werden. Frachter, die von- oder nach Basel oder Rotterdam unterwegs waren. Beladen mit Containern, Eisen-Schrott, Kies, Kohle Gas, Oel etc. Die meisten mit einer Länge von 110m. Aber auch Schubkombinationen mit doppelter Länge.

Viele fuhren unter Schweizer Flagge.

Die ganze Szenerie war für uns Landratten eine nicht alltägliche Erfahrung.

 

 

 

Die Geschichte der Loreley inspirierte auch viele Komponisten.

Auf den ab und zu vorüberrauschenden Touristenbooten hörte man jeweils die Werke der verschiedenen Interpreten um diesen Anschnitt ihrer Reise zu untermalen.

 

Von unserem Platz aus konnten wir mit dem Feldstecher Leute oben auf dem Felsen ausmachen. Die Aussicht von da oben muss wohl super sein dachten wir, da wollen wir morgen hin.

 

Also mit dem Velo und der Rheinfähre auf die andere Seite und die paar hundert Meter runter zum Aufstieg. Die 132 m hochsteigen tönt nicht nach viel, aber die geschätzten 320 Treppenstufen bei dieser Affenhitze machten uns doch ein wenig zu schaffen.

Dafür wurden wir mit einer grandiosen Panorama-Sicht belohnt!

 

 Aussicht vom Plateau des Loreley-Felsen.

 

 

In St. Goar  selber gab es nicht viel zu sehen. Wie auch in Rüdesheim, tummelten sich die Besucher in der Flaniermeile. Wie überall in den Touristenorten, wird auch hier der übliche Billigramsch aus Fernost angeboten. Die meisten Geschäfte werden gleich von Asiaten selber betrieben.

Was man jedoch noch am Wegesrand entlang des Rheins und der Mosel findet, sind die schönen, mit Blumen geschmückten Land-Gasthäuser. Mit Reben überdeckte Gartenwirtschaften, wie sie im Bilderbuch stehen. Man speist dort vorzüglich und zu fairen Preisen. Da hat man die Relationen noch nicht verloren.

 

Wir blieben 3 Tage in St. Goar, bevor wir weiter Richtung Koblenz zogen.

Koblenz, ist das Tor zum Oberen Mittelrheintal. Hier fanden wir keine geeignete Bleibe und bogen gleich ab, der Mosel entlang bis auf die Campinginsel Winningen.

Nichts Gariges!

Ausser dem Essen in der schönen Gartenwirtschaft am Ufer der Mosel, hatte uns der Platz nichts zu bieten.

 

 

 

Die nächste Station war Cochem.

Es war Sonntag, schönes Wetter und dementsprechend war der Ort überfüllt mit Leuten und die Parkplätze alle besetzt. Ein kleines Reisemobil wie unseres, bringt man sonst immer irgendwo unter, aber diesmal war nichts zu machen. Kein Problem für uns, etwas ausserhalb fanden wir einen leeren Parkplatz vor einem Einkaufszentrum. Fahrräder runter und binnen 10 Minuten waren wir in der Stadt.

 

Ein grosser Vorteil hier an der Mosel und dem Rhein entlang, sind die Fahrradstreifen. Abseits der viel befahrenen Strassen und meistens direkt dem Ufer entlang.

 

 

Cochem, ein Ort mit ebenfalls viel Betrieb. Die meisten Ausflugsschiffe legen hier an und entlassen die Passagiere für einen Land-spaziergang.

 

Bilder aus der Altstadt mit dem Turm der Geschichte 

 

 

 

Die Weiterfahrt am späten Nachmittag bescherte uns eine weitere Abwechslung. Da überall im Moseltal nur eine Durchgangsstrasse vorhanden ist, sind Strassensperren, aufgrund von Veranstaltungen, unerlässlich. So auch in unserem Fall. Die Umfahrung wegen eines internationalen Trachtentreffens kurz nach Cochem, führte uns hoch hinauf in die Rebberge. Auf schmalen, verschlungenen Pfaden hatten wir die Gelegenheit, die Gegend für einmal von oben herab zu betrachten.

 

Die nächste Nacht verbrachten wir auf dem Stellplatz der Gemeinde Winningen, direkt am Wasser.

Stell- und Campingplätze gibt es in grosser Zahl hier entlang der Mosel.

Bei dieser Gelegenheit probierten wir im nahe gelegenen Weingut der Familie Erbes den Erdener Treppchen Spätlese 2016. Er schmeckte uns so gut, dass wir gleich ein paar Flaschen davon im WoMo verstauten.

 

 

 

 

 

Bernkastel

Anderntags visierten wir Bernkastle an. Auch der hier gefundene Campingplatz, “Knaus Campingpark“, lag ca. 1,5 km ausserhalb und war gut mit dem Velo erreichbar.  https://www.knauscamp.de/

 

Bernkastel hat uns, von den bisher besuchten Orten, am besten gefallen. Vom Zentrum der Altstadt aus, führen z.T. enge, verwinkelte Strässchen fast sternförmig in alle Richtungen. Der Kern wird umrahmt von Jahrhunderten alten Fachwerkhäusern. Überall waren Kleinode auszumachen. Das schöne Wetter rückte Farben und Formen der baulichen Schönheiten ins rechte Licht und bot eine Fülle von Fotosujets. Weinlokale, Cafès, Restaurants und Geschäfte aller Art sorgten für Abwechslung unter den Besuchern.

 

 Bernkastel mit seinen schönen Fachwerkhäusern

 

 

 

 

Wir fanden unsere Fahrräder, angekettet an einem Baugerüst in der Altstadt, problemlos wieder und machten uns auf den Heimweg.

Angekommen, funktionierte das WiFi noch immer nicht. Schon den ganzen Tag nicht! Wir hätten gerne wieder einmal Kontakt mit zu Hause aufgenommen. Ist ja nicht so wichtig, aber es ist ärgerlich, weil dieser Platz ohnehin der teuerste war, den wir auf unserer Reise bisher, angetroffen haben. Dabei hatte er, ausser einer grünen Wiese, überhaupt nichts zu bieten. Kein Restaurant, keine Ausgeh-möglichkeit in Spaziernähe etc. 

Henu, wir haben trotzdem gut geschlafen und freuten uns auf unsere letzte Destination, die wir uns für die diesjährige Reise vorge-nommen haben, Trier.

 

Trier zählte zu den grössten Metropolen des Römischen Reiches. Nicht alle Überbleibsel aus der Römerzeit wollten wir hier aufsuchen. Ähnliches haben wir auf unseren bisherigen Reisen mehrmals besichtigt.

Wir einigten uns auf den Besuch des Trierer Doms mit Liebfrauenkirche. Ein monumentales Bauwerk aus der Zeit Kaiser Konstantin des Grossen. Erbaut in den Jahren 310-320.

Nahe der Römerbrücke fanden wir einen Stellplatz der ideal war, um von da aus mit dem Velo, die Stadt zu erreichen. Nach 20 Minuten befanden wir uns bereits in der Altstadt und ketteten die Räder am Veloständer fest. Nicht wie die letzten Orte, mit kleinen verwinkelten Gässchen, präsentierte sich die Innenstadt von Trier mit breiten Fussgängerzonen und all den renommierten Kaufhäusern, wie in jeder anderen Grossstadt. Wir flanierten durch bis zur Porta Nigra, am Ende der Strasse. Eine Ruine aus der Römerzeit, erbaut um die 400 Jahre nach Christus. Ein geschichtlich interessantes Bauwerk, aber grundhässlich anzuschauen, weil es, wie der Name vermuten lässt, fast schwarz in den Himmel ragt.

Aber es gab auch sehr schöne alte Gebäude, z.B. am Hauptmarkt, in den verschiedensten Baustilen zu bewundern. Auch hier lässt der Lauf der Zeit, alt und neu miteinander verschmelzen. So hat sich unter anderen auch McDonalds, in einem der ehrwürdigen, alten Häuser an bester Lage, eingenistet.

Gegen Abend verliessen wir Trier und folgten weiter der Mosel entlang Richtung Nancy.

Auf dem Campingplatz Mosella fanden wir eine Bleibe für die Nacht. Den Aperitif genossen wir ennet der Brücke in Luxemburg.

 

Nun hatten wir es langsam gesehen und planten den Heimweg.

Colmar wollten wir noch sehen und lagerten auf dem Camping “de l'Ill“, 2 km von der Altstadt entfernt.

 

 

 

                                                          Freund Adebar war immer zur Stelle, wenn es etwas zu Fressen gab.

 

 

 

 

 

 

Mit dem Velo erreichten wir die Altstadt binnen 15 Min. Den Ort kannten wir von früheren Besuchen, ist aber immer eine Reise wert. Wie erwartet, war auch Colmar voll von Touristen. Wir beendeten den Stadtrundgang nicht ohne das obligate Elsässermenu: Sauerkraut mit fünf verschiedenen Sorten Fleisch. 

 

 

 

 

Am Freitag 12. Juli erreichten wir gegen Abend wieder die heimatlichen Gefilde. 

 

 

Nichts verloren,

nichts beschädigt,

niemanden verärgert, 

keinen Land- und keinen Blechschaden verursacht. 

 

 

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