Kandersteg / gASTERNTAL /              öSCHINENSEE

VOM  7. - 10. September

 

Nachdem wir das Wallis bei schönstem Wetter verlassen hatten, der Schock! Beim Verlassen des Tunnels in Kandersteg schlug uns feuchtes, mit Wolken tief verhangenes Sauwetter entgegen. Eigentlich wollten wir ins Kiental hinüber wechseln, fuhren durch bis zum Campingplatz "Blümlisalp". Leider entsprach er nicht unseren Vorstellungen. Er bestand nur aus einigen wenigen Blockhütten. Platz für WoMos konnten wir keinen finden. Der Platz war verlassen, kein Mensch in Sichtweite und am geschlossenen Restaurant klebte ein Zettel mit einer Handynummer drauf. Zudem war das Wetter alles andere als freundlich. Irgendwie fanden wir uns hier fehl am Platz. Also wieder zurück nach Reichenbach. Beim Mittagessen im Restaurant Bahnhof einigten wir uns, nach Kandersteg zurückzufahren. Das Wetter soll morgen besser werden, waren sich die Wetter-Portale einig.

 

Einen Stellplatz fanden wir gleich neben der Talstation der Allmenalpbahn, angrenzend an den Landeplatz der Gleitschirmflieger.

Der Bauer stellt hier neuerdings ein paar Plätze zur Verfügung. Unmittelbar am Bergbach, unterhalb der steilen Felswand mit dem Wasserfall und dem Klettersteig.  Toiletten konnten bei der Talstation benutzt werden. Der Bauer verlangte pro Tag/Nacht Fr. 10.- .  Sehr nette Leute. Manchmal kam die Bäuerin zum Einkassieren oder man ging zum Hof und brachte das Geld vorbei.

 

 

                                                                Stellplatz Allmenbahnstrasse     GPS   N 46°29'22.91''   E 7°39'45.93''

 

 

Gasterental

Am nächsten Tag wollten wir das Gasterental bewandern. Der Einstieg lag auf der anderen Talseite. Wanderkarten waren nicht nötig, wir brauchten nur vom Stellplatz der Kander aufwärts zu folgen. Auf schmalen Strässchen und Wegen führte der Weg zuerst  durch die Talsohle bis hinüber zum Einstieg des Gasterentals. Von hier aus konnte man wählen, zwischen der befahrbaren Strasse und dem Wanderweg. Die Strasse wird abwechslungsweise im Einbahnverkehr befahren und ist kostenpflichtig (Automat).    

Wir wählten selbstverständlich den Wanderweg. Direkt dem rauschenden Bergbach entlang, kraxelten wir empor. Über Stock und Stein und über schmale Stege erreichten wir nach etwas über einer Stunde die wilde Hochebene des Gasterntals, welches zum UNESCO Welterbe gehört. Dieser Teil der Wanderung war sehr interessant und abwechslungsreich. 

 

 

                                                                      Blick von der Terrasse des Hotels Waldhaus ins Gasterental

                  Ein Nostalgiehotel, wo es weder Strom noch fliessendes Wasser gibt.  Kerzenlicht ist der einzige Luxus in den Zimmern.

 

 

 

 

Der folgende Abschnitt vom Hotel Waldhaus Richtung Selden wurde leicht eintönig. Es gab viele lauschige Plätze zum Verweilen am Ufer der Kander, aber die Sicht reichte wegen den hohen Bäumen nicht weit und so beschlossen wir nach etwas mehr als einer Stunde, umzukehren. Bis ganz durch nach Sölden würde es nochmals anderthalb Stunden dauern und zurück müssten wir ja auch wieder. Eine Mordswanderung war nicht geplant.

 

 

Trotzdem alles in allem eine Wanderung von ca. 10Km und 4 Std. Wanderzeit bei einer Höhendifferenz von ca 200m.

 

 

 

 

Öschinensee

Am Öschinensee war ich seit der Schulreise in der 5. Klasse nie mehr. Zeit für eine  Neuauflage.

Also starteten wir anderntags Richtung Kandersteg und dem Öschibach entlang auf die 1580 hoch gelegene Öschinenalp. Auch hier bestand die Möglichkeit zwischen Strasse und Wanderpfad.  Wir wählten den Wanderpfad.

 

 

   

           Die Wanderung vom Stellplatz bis hinauf zum Öschinensee betrug ca. 6 km mit einer Höhendifferenz von 378m

 

 

 

Nun machten sich die Strapazen vom Vortag langsam bemerkbar.  Die steilen Passagen meisterten wir nicht mehr im Stil junger Gazellen.  Jedenfalls waren wir happy, endlich oben angekommen zu sein. Die Aussicht mit den steilen Felswänden über dem See war genial. Ansonsten fand ich die Situation da oben nicht unbedingt erhaben. Das erste, dem wir begegneten war ein Schuppen mit einem Schild "fish & chips". Daneben eine Getränkebude. Weiter vorne ein Restaurant mit einer riesigen Terrasse. Weiter hinten nochmals dasselbe. Auch ein  Souveniershop und eine Softicebude fehlte nicht.  Ein "Chilbiberg", der halt mit Kind und Kegel, leicht zu erreichen ist.

 

 

 

Zu Abstieg spielten wir mit dem Gedanken, die Bahn zu nehmen. Dagegen sprach die Tatsache, dass die dreiviertelstündige Wanderung vom See bis zur Bergstation, (bergauf) auch noch den müden Knochen hätten zugemutet werden müssen. Eine Alternative wäre der kleine Shuttlebus gewesen, der diese Strecke fährt.

 

Wir entschieden uns für den Fussmarsch, der entgegen unserer Erwartungen, mühelos bewältigt werden konnte.